Feindbild Amerika
Über die Beständigkeit eines Ressentiments
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ISBN
9783549071748
Bindwijze
Hardcover
Taal
Duits
, Overig
Auteur
Uitgeverij
PropylÄEn Verlag
Aantal pagina's
220
Waar gaat het over?
Amerika ist wenig geliebt. Je nach politischer Couleur wurden ihm seit
eh und je Kulturlosigkeit, schnöder Materialismus oder zynischer Imperialismus
vorgeworfen. Trotz aller nach dem 11. September 2001 abgelegten Lippenbekenntnisse
verkehrte sich die bekundete Solidarität schon bald in demonstrative Distanz,
die weit über kritische Einwände in Detailfragen hinausreicht. Der dabei
aufscheinende Antiamerikanismus ist beileibe keine Erfindung der deutschen
politischen Kultur allein. Vielmehr stellt er einen Reflex traditionsverhafteter
Gesellschaften oder Gruppen gegenüber der anbrandenden Moderne dar. Dies
galt historisch für Europa, hat sich aber im Gefolge der Globalisierung
zu einem universellen Phänomen ausgeweitet. Heute dienen die USA als Projektionsfläche
für alle Übel dieser Welt. Antiamerikanismus ist zum Echo der Globalisierung
geworden. In einem großen historischen Essay weist der Historiker Dan Diner
überzeugend nach, dass sich hinter diesem Ressentiment vielfältige Ängste
vor der durch die USA paradigmatisch repräsentierten Moderne verbergen.
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